Ich bin Urlaub!

 

Als ich am frühen Morgen die Bäckerei umme Ecke betrat, fing ich bei dem Anblick wieder an zu sabbern. Lauter frischgebackene Leckereien, Teilchen usw.

Für Puddingbrezeln könnt ich ja sterben! Ach, dachte ich mir, gönnste Dir mal eins. Kaum hatte ich es ausgesprochen, grinste mich die Verkäuferin an, die sonst immer so gelangweilt guckte:“Aber aaaaaber, Frau Aysenputtel! Sie wollen doch nicht etwa sündigen? Wollten Sie nicht Neujahr wieder durchstarten und endlich mal Ihr Startgewicht erreichen, hmmm? Das haben wir doch alle aus der Presse entnommen!“

„Mist!“ dachte ich, hatte ganz vergessen, dass der Castroper Stadtanzeiger gestern auch noch berichtet hatte und mich jetzt die Meisten erkennen.

Kaufte ein Vollkornbrot und verließ, nachdem ich ein paar Autogramme geben musste, ganz schnell den Laden.

Gegen Abend war ich nur unterwegs. Zur Post, wieder tonnenweise Bücher versendet, nach neuen Polsterumschlägen geschaut, überall keiner mehr da. Ich hatte sie alle leer gekauft. Grrrr!

In dem Stress keine Zeit zum Kochen gehabt und kurz beim Dönermann angehalten. Es musste jetzt ganz schnell gehen.

Als ich einen Döner bestellte, sagte Mustafa: „Ey, Aischenputtl, wir kennen disch ausm Fernsehn, voll krass. Wir ssinsso schitolss auf disch, ey. Aber nix mehr Döner. Du musst abnehm‘, isch mach dir Salat fertig, nä? Mit ohne scharf?“

Aaaaaaaaarggh!!! Ich rannte fluchtartig aus dem Laden und fuhr nach Hause. Meine Nachbarn guckten aus den Fenstern und riefen mir zu:“Aber dieses Jahr klappt es dann mit dem Zielgewicht, Frau Nachbarin, ne?“ Und alle machten ein Zeichen mit ihren Zeige-und Mittelfingern, mit denen sie zuerst auf ihre Augen zeigten und sie dann auf mich richteten, um mir sagen zu wollen:“Wir haben ein Auge auf Dich. Castrop is watching you!“

Hechelnd und mit kalten Schweißperlen auf der Stirn flüchtete ich in meine Wohnung. Gerade als ich in die Küche kam …. klingelte der Wecker! Schweißgebadet öffnete ich meine Augen. Noch nie war ich so froh, aufgewacht zu sein. 😀

Als ich danach zur Bäckerei ging, schaute mich die Verkäuferin -wie immer gelangweilt- an und fragte: „Bitteschön. Was darf’s sein?“

Ich kaufte mir ein Vollkornbrot und verzichtete auf ein Teilchen. Den ganzen Tag lief ich durch die Stadt und erledigte meinen Kram, wie immer.

Am Abend kochte mein Mann uns Tantuni (Wrap mit Fleisch und Salatfüllung, für 10 SP) und ich aß genüsslich noch eine handvoll Gummibärchen als Nachtisch.

*rülps* Es lebe die Anonymität!

 

PS: ich werde morgen für 2 Wochen zu meinen Eltern, in die Türkei fliegen. Meinem Papa geht es nicht besonders gut in letzter Zeit und jedes Mal wenn ich ihn sehe, denke ich, dass es jetzt vielleicht das letzte Mal war, dass ich ihn sehe und freue mich aufs Neue, wenn ich ihn noch ein weiteres Mal wiedersehen darf.

Wollte nur noch eins mitteilen: es wollen/können ja nicht alle bei Amazon bestellen und bestellen deshalb in den Buchläden, mit der ISBN-Nummer. Was natürlich keiner wissen kann: diese Bestellungen landen immer bei mir und ich muss mich selbst drum kümmern. Ist zwar immer sehr anstrengend und zeitaufwendig für mich, aber ich habe es natürlich immer gern gemacht, bis jetzt. Aber mittlerweile gehen auch meine Autorenexemplare zu Neige. Warum ich nicht über Libri und Co. liefern lassen kann ist eine etwas komplizierte Geschichte.

Deswegen Info an alle:ich  kann keine mehr verschicken. Geht also bitte nicht mehr in die Buchhandlungen deswegen, das Buch ist (leider) nur noch über Amazon zu beziehen. Falls es zu einer 3. Auflage kommen sollte, dann werde ich mir natürlich wieder welche liefern lassen. Bis dato ist es jetzt so, tut mir echt Leid für diejenigen, die es dann nicht bestellen können.

Für alle, die in Castrop.Rauxel und Umkreis wohnen: in den Buchhandlungen „Mayersche“ und „Leselust“ in Castrop sind noch einige Exemplare vor Ort!

Bis dann!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*